Heimatbund Uetze besuchte Freilichtmuseum in Diesdorf (Altmark).
Ein Bericht von Peter Doms

Zu einer Fahrt in die Vergangenheit wurde die diesjährige Halbtagestour des Heimatbundes Uetze. Ziel war das Freilichtmuseum in Diesdorf, das auf einer Fläche von rund sechs Hektar altmärkische Baukultur und das Landleben aus früherer Zeit aufbereitet hat. 21 historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus der ländlichen Altmark sowie eine Bockwindmühle bilden dabei ein richtiges kleines Dorf. Auf verschiedenen Flächen wird daneben auch die Entwicklung des ländlichen Gartenbaus demonstriert.
Den Mitgliedern des Heimatbundes wurden bei einer Führung nicht nur die einzelnen Haustypen vorgestellt, sondern auch anhand der historischen Einrichtungen das bäuerliche Leben nahe gebracht. Interessiert folgten die Besucher den Ausführungen über die geschichtliche Entwicklung. Bei der Betrachtung der Einrichtung oder der alten Werkzeuge wurde so mancher noch an seine eigene Jugend erinnert. Schmunzeln rief die Eintragungen in einem Klassenbuch in der Dorfschule aus dem Jahr 1914 hervor. Für Faulheit gab es fünf Stockhiebe auf das Gesäß.
Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang wurde der Museumsbesuch bei Kaffee und Platenkuchen im Museumskrug, einem alten Dorfkrug aus dem Jahre 1830, beendet.
Für die Mitglieder des Uetzer Heimatbundes war die Fahrt nach Diesdorf ein besonderes Erlebnis, konnte man doch viel Neues über das Landleben in der Altmark erfahren. Außerdem war es sehr interessant, einzelne Baukulturen und Einrichtungsgegenstände mit dem Zweiständerhaus aus dem Jahre 1596 in Wackerwinkel zu vergleichen, für deren Erhaltung und Pflege ja der Heimatbund zuständig ist.
 
Interessiert verfolgen die Mitglieder die Ausführungen über das Niederdeutsche Hallenhaus aus dem Jahre 1786
Blick in eine Schmiedewerkstatt
 
Charakteristisch für die alten Höfe ist dieser Taubenturm
 
Alte Schulklasse