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Zu einer Fahrt in die Vergangenheit wurde die
diesjährige Halbtagestour des Heimatbundes Uetze. Ziel war
das Freilichtmuseum in Diesdorf, das auf einer Fläche von
rund sechs Hektar altmärkische Baukultur und das Landleben
aus früherer Zeit aufbereitet hat. 21 historische Wohn- und
Wirtschaftsgebäude aus der ländlichen Altmark sowie
eine Bockwindmühle bilden dabei ein richtiges kleines Dorf.
Auf verschiedenen Flächen wird daneben auch die Entwicklung
des ländlichen Gartenbaus demonstriert.
Den Mitgliedern des Heimatbundes wurden bei einer Führung
nicht nur die einzelnen Haustypen vorgestellt, sondern auch anhand
der historischen Einrichtungen das bäuerliche Leben nahe
gebracht. Interessiert folgten die Besucher den Ausführungen
über die geschichtliche Entwicklung. Bei der Betrachtung
der Einrichtung oder der alten Werkzeuge wurde so mancher noch
an seine eigene Jugend erinnert. Schmunzeln rief die Eintragungen
in einem Klassenbuch in der Dorfschule aus dem Jahr 1914 hervor.
Für Faulheit gab es fünf Stockhiebe auf das Gesäß.
Nach dem eineinhalbstündigen Rundgang wurde der Museumsbesuch
bei Kaffee und Platenkuchen im Museumskrug, einem alten Dorfkrug
aus dem Jahre 1830, beendet.
Für die Mitglieder des Uetzer Heimatbundes war die Fahrt
nach Diesdorf ein besonderes Erlebnis, konnte man doch viel Neues
über das Landleben in der Altmark erfahren. Außerdem
war es sehr interessant, einzelne Baukulturen und Einrichtungsgegenstände
mit dem Zweiständerhaus aus dem Jahre 1596 in Wackerwinkel
zu vergleichen, für deren Erhaltung und Pflege ja der Heimatbund
zuständig ist.
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